Der Beitrag untersucht das komplexe Spektrum der Satire im Italien der Renaissance, das mehrere Sprachen (Latein und Volkssprache), zahlreiche Gattungen (Lyrik, Prosa, Epistel sowie Gattungshybride) und eine breite Themenvielfalt (vor allem antiklerikale, hofkritische und antipedantische Motive) umfasst. Besondere Aufmerksamkeit gilt den literarischen Vorbildern von der Antike (Juvenal, Horaz, Lukian) über das Mittelalter (Dante, Boccaccio) bis hin zu Autoren der Renaissance (Erasmus), die die italienische Renaissance-Satire maßgeblich geprägt haben. Im Mittelpunkt stehen die Transformationen der Satire sowie zentrale satirische Werke, die eingehend analysiert werden. So zeigt der Beitrag etwa, wie Ariost in Italien die Verssatire als eigenständige Gattung etabliert und dabei die Legitimität seiner individuellen Perspektive bekräftigt, indem er sich selbst und sein Verhältnis zur Gesellschaft inszeniert. Ebenso wird gezeigt, wie Pietro Aretino die Satire nutzt, um die Widersprüchlichkeit jeder absoluten Überzeugung offenzulegen.
Satire in der italienischen Renaissance
Irene Fantappiè
2026-01-01
Abstract
Der Beitrag untersucht das komplexe Spektrum der Satire im Italien der Renaissance, das mehrere Sprachen (Latein und Volkssprache), zahlreiche Gattungen (Lyrik, Prosa, Epistel sowie Gattungshybride) und eine breite Themenvielfalt (vor allem antiklerikale, hofkritische und antipedantische Motive) umfasst. Besondere Aufmerksamkeit gilt den literarischen Vorbildern von der Antike (Juvenal, Horaz, Lukian) über das Mittelalter (Dante, Boccaccio) bis hin zu Autoren der Renaissance (Erasmus), die die italienische Renaissance-Satire maßgeblich geprägt haben. Im Mittelpunkt stehen die Transformationen der Satire sowie zentrale satirische Werke, die eingehend analysiert werden. So zeigt der Beitrag etwa, wie Ariost in Italien die Verssatire als eigenständige Gattung etabliert und dabei die Legitimität seiner individuellen Perspektive bekräftigt, indem er sich selbst und sein Verhältnis zur Gesellschaft inszeniert. Ebenso wird gezeigt, wie Pietro Aretino die Satire nutzt, um die Widersprüchlichkeit jeder absoluten Überzeugung offenzulegen.| File | Dimensione | Formato | |
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